Der "Juliana Trail" Eine Wanderung um den Triglav Nationalpark in Slowenien

Aktualisiert: Nov 9

Ein Wandersteckbrief

  • Der Fernwanderweg hat eine Länge von 260-280km. Die Angaben im Internet variieren, daher können wir keine genaue Angabe machen. Wir würden 270km als guten Durchschnitt nehmen

  • Der Start und auch das Ziel des Juliana Trails findet ihr in dem wunderschönen, touristischen Weltcup Ort Kranjska Gora , nahe der österreichischen Grenze.

  • Etappen: 16 ( bei einem tägl. Kilometerschnitt: 17) Wir haben für den gesamten Trail 8,5 Tage benötigt, bei einem km -Schnitt von 31km.

  • Höhenmeter im An- und Abstieg: jeweils 7163m

  • Empfohlene Reisezeit: April/ Mai - Oktober/ November je nach aktueller Wetterlage

  • Szenerien: Berglandschaften, Seen, Flüsse, historische Bauten

  • Wegebeschaffenheit: sehr wenige Singletrails, es dominieren breite Schotterwege und Asphaltstraßen, sowie Wald-wirtschaftswege.

  • Technisch ist der Trail nicht sonderlich anspruchsvoll. Lediglich die Etappe zwischen "LOG POD MANGARTOM" und "TARVISIO" erweist sich als anstrengend in ihrem Aufstieg.


Die Anreise

Wir sind mit dem Auto via Deutschland und Österreich nach Kranjska Gora angereist. Das Auto konnten wir kostenfrei hinter der Touristeninformation für die Zeit der Wanderung parken. (Stand 2021). Für die Nutzung der Autobahn in Slowenien und auch Österreich ist eine Plakette erforderlich, die vor Grenzübertritt an den Autobahntankstellen gelöst werden kann.


Wo bekomme ich Gas und Lebensmittel her? Kann ich dort übernachten?

In Kranjska Gora könnt ihr alles erwerben, das ihr für eure Wanderung benötigt. Ob Lebensmittel oder Outdoorequipment, der touristische Ort führt alles was der Herz begehrt. Kranjska Gora bietet sich außerdem als ein sehr guter Ausgangspunkt für Wanderungen um den Triglavnationalpark an. Durch seinen hohen Bekanntheitsgrad sind die Unterkünfte allerdings eher teurer.

Wo bekomme ich Wasser her?

Wasser stellt auf dem gesamten "Juliana Trail" kein Problem da. In jedem Dörfchen befindet sich ein Brunnen, durch die wir unsere Wasservorräte regelmäßig auffüllen oder erneuern konnte. Über die Wasserqualität können wir uns nicht äußern. Bei Bedenken tragt einen Wasserfilter.


Wie viel Lebensmittel empfehlen wir zu tragen?

Natürlich kennen wir eure Essgewohnheiten und Mengen nicht, die ihr für euch benötigt, Wir haben für maximal drei Tage Essen getragen. Ausgereicht hätten mit ein bisschen mehr Planung auch zwei Tage. Der Trail führt immer wieder an kleineren oder auch größeren Geschäften vorbei. Auch habt ihr die Möglichkeit auswärtig essen zu gehen.


Ist Wildcampen erlaubt?

In Slowenien ist das Wildcampen gesetzlich verboten. Wir waren mit der Hängematte unterwegs und haben die angrenzenden Campingplätze genutzt oder die einheimische Bevölkerung gefragt ob wir uns in der Nähe hinhängen können. Die Bevölkerung ist sehr freundlich und hilfsbereit.


Nützliche Links



Auf der Seite findet ihr die Möglichkeit euch die Etappenbeschreibung als PDF herunterzuladen,

sowie die gesamte Tour über den Playstore als App auf euer Handy zu laden.


Unsere persönliche Note

Als wir uns den Juliana Trail für unseren Sommerurlaub ausgesucht haben, entwarf ich nur einen groben Plan. Wir haben uns mit den groben Eckpunkten, wie Anreise, Höhenmeter, Einkauf beschäftigt, nicht mit dem eigentlichen Trail. Dadurch waren wir sehr überrascht, das wir nicht wie erhofft, auf einem schönen gut geformten Singletrail unterwegs waren, sondern der Trail für eine lange Zeit neben einer stark befahrenen Straße, entlang einer Autobahn oder auf einer relativ befahrenen Schotterstraße verlief. Die Bezeichnung "Juliana Trail" hat uns in die Irre geleitet, den der Fernwanderweg ist vieles, aber definitiv kein Trail! Diese Bezeichnung hat er unserer Meinung nicht verdient.


Die ersten 4 Etappen waren mental so anstrengend und so unglaublich langweilig, das wir fast hingeschmissen hätten. Ab Etappe 5 wurde es dann langsam schön. Alleine die Tatsache unterwegs zu sein und sich für Stunden zu bewegen tat gut. Tag für Tag fanden wir einen wenig mehr unseren Rhythmus. Laufen, Essen, Schlafen. Ein geliebtes, bekanntes Trias. Wir erfreuten uns an dem Anblick der noch zum Teil ursprünglichen Dörfer, atmeten den Duft des abgemähten Gras der Almweiden ein und nahmen die Schönheit der bunt blühenden Almwiesen und der eisblauen Flüsse in uns auf. Nach fast 300km erreichen wir Kranjska Gora mit vielen kleinen Erinnerungen und Erlebnissen im Gepäck. Auch wenn wir uns von dem Trail selbst mehr erhofft haben, ist Slowenien ein absoluter Geheimtipp und wunderschön. Empfehlen können wir auch weitere Wanderungen im Triglavnationalpark. Insbesondere die 7 Seen - Tour.














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